Meine Südamerika-Touren 2002-2004 durch Argentinien, Chile, Bolivien und Peru

Am 16.12.02 kam ich in Buenos Aires an. Dort kaufte ich mir ein Mountainbike, fuhr aber erst einmal mit dem Zug nach MAR DEL PLATA. Dort startete ich meine Biketour und radelte durch die argentinische Pampa nach BAHIA BLANCA. USHUAIA, die südlichste Stadt des südamerikanischen Kontinents, erreichte ich in Kombination Bus/Bike und mehreren Zwischenstopps. Nach ein paar Tagen Aufenthalt fuhr ich weiter nach PUNTA ARENAS (Chile) und war ein paar Tage später auf einer Trekkingtour im Nationalpark TORRES DEL PAINE unterwegs.
Der PERITO MORENO GLETSCHER, der Nationalpark LOS GLACIARES (Argentinien), mit den markanten CERRO TORRE und MOUNT FITZ ROY, waren meine nächsten Ziele. 8 Tage befuhr ich dann die ROUTA 40 zwischen EL CHALTEN und der Stadt PERITO MORENO.
Dies war bis dahin meine härteste Fahrt auf einer einsamen, windigen Schotterpiste. Wieder zurück in Chile bewältigte ich ein Stück auf der CARRETERA AUSTRAL, zwischen CHILE CHICO und PUERTO AYSEN. Mit dem Boot fuhr ich von dort aus auf die Insel CHILOE, durchquerte diese und bereiste dann die eher langweilige PANAMERICANA bis PURRANGE. Von PURRANGE ging es weiter per Pedes nach BARILOCHE (Argentinien). Nach mehreren Tagen Aufenthalt im dortigen Seengebiet, zog es mich zurück nach Chile, über den PASO TROMEN. Wieder fuhr ich etliche Kilometer auf der PANAMERICANA, dann erreichte ich Santiago de Chile.
Dort hielt ich mich nur wenige Tage auf und radelte weiter nach MENDOZA (Argentinien). Von dort aus startete ich zu einer längeren Bustour zu den Wasserfällen des IGUAZU. Zurück, in MENDOZA, ging es über die Stationen VALLE FERTIL, LA RIOJA, TUCUMAN, CATAMARCA nach SALTA. Am 19.8. brach ich zu einer weiteren Andenüberquerung, auf dem PASO SICO, nach SAN PEDRO DE ATACAMA auf, das ich 10 Tage später erreichte. Nahe CALAMA besuchte ich das größte Kupferbergwerk der Welt und durchquerte die ATACAMA WÜSTE, Richtung TOCOPILLA. Auf einer schönen Küstenstraße fuhr ich nach IQUIQUE und später nach ARICA. Nachdem ich LA PAZ erreichte, brach ich zu einer Bolivienrundreise über ORURO, SALAR DE UYUNI, TUPITZA, POTOSI, SUCRE, COCHABAMBA- LA PAZ, auf.
Am 16.12. kam ich nach einer fünfwöchigen Tourunterbrechung wieder in LA PAZ an. Dort musste ich erst einmal fünf lange Tage auf meine Ausrüstung warten die irgendwo hängen geblieben war. So fuhr ich aus Zeitgründen mit einem Bus nach CUSCO um dort bei Bekannten die Weihnachtsfeiertage zu verbringen. Anfang Januar startete ich dann zu meiner ersten Tour, mit meinem neuen Equipment, Richtung VALLE SAGRADO, dem ,,Heiligen Tal" der Inkas. An der Straße von CUSCO nach PISAC sind einige Ruinen aus der Inkazeit zu bestaunen. So die noch immer beeindruckende Festung SACSAYHUAMAN mit ihren Zyklopenmauern aus riesigen Natursteinen. Aber auch der heilige KENGO-FELSEN, die Festung PUCA PUCARA, das ,,Bad des Inka"- TAMBO MACHAY und natürlich die Inkafestung bei PISAC, waren sehenswert. Dann fuhr ich durch das schöne Tal von PISAC nach URUBAMBA. In der fruchtbaren Ebene ziehen sich endlose Maisfelder am Wegesrand entlang und der ,,Heilige Fluss der Inkas", der RIO URUBAMBA schlängelt sich kurvenreich durch das Tal. Von URUBAMBA fuhr ich wieder zurück nach CUSCO. Unterwegs machte ich noch einen Abstecher nach MARAS, einem landwirtschaftlichen Versuchszentrum aus der Inkazeit und zu den SALINERAS DE CACHI. Dort wird seit hunderten Jahren, vielleicht schon länger, Salz in tausenden kleinen Verdunstungsbecken gewonnen. Kurz vor CUSCO besichtigte ich dann noch die Ruinen des Palastes von INKA TUPAC YUPANKI bei CHINCHERO. Die beeindruckenden Ruinen von MACCHU PICCHU besuchte ich Mitte Januar. Trotz teilweiser Regenschauer ein unvergessliches Erlebnis! Mehrere Wochen verbrachte ich in der ehemaligen Inkahauptstadt CUSCO. Von den ehemaligen Inkapalästen ist nicht mehr viel erhalten. Meist wurden sie zerstört und auf deren Grundmauern Kirchen errichtet. Am besten ist noch das ehemalige Hauptheiligtum der Inkas, der ,,Sonnentempel" Corichancha erhalten. Trotzdem war es jedes mal ein schönes Erlebnis durch die von Inkamauern umsäumten Gassen zu schlendern. Ende Januar fuhr ich nach PUNO und begann dort mit einer Biketour um den TITIKAKASEE! 200km lang, 70km breit und auf einer Höhe von 3800 Meter gelegen gilt er als der höchste schiffbare See der Welt. Eine ebenfalls schöne Tour die an vielen Ruinen aus der Inka und Vorinkazeit vorbeiführte. So besichtigte ich unter anderem die berühmten GRABTÜRME VON SILLUSTANI, die ,,Geburtsstätte" der Inkakultur auf der im TITIKAKASEE gelegenen ISLA DEL SOL, bei COPACABANA, die beeindruckenden Ruinen von TIAHUANACU und den kleinen Fruchtbarkeitstempel bei CHUCUITO. Die Tour um den See war für mich aber auch deshalb ein schönes Erlebnis da sie teilweise durch eine Gegend führte die wenig von Touristen besucht wird und somit noch etwas ursprüngliches hat. So wurde ich in einem kleinen Dorf spontan zu einer FIESTA PACHAMAMA eingeladen und genoss einige Stunden die Gastfreundschaft der Bewohner. Wieder am Ausgangspunkt der Tour, in PUNO, angekommen fuhr ich mit einem Boot zu den berühmten ,,Schwimmenden Inseln" der UROS und besichtigte danach die schöne ISLA TAQUILE. Dann radelte ich zurück nach CUSCO und nach ein paar weiteren Tagen Aufenthalt dort, verließ ich die Stadt Richtung PANAMERICANA. Um diese zu erreichen wählte ich einen Weg der abseits der üblichen Touristenstrecke dorthin führte. 690 KM Schotterpiste und mehrere Pässe, der höchste etwa 5000 Meter, musste ich dafür überwinden. Eine harte aber letztendlich auch schöne Tour. Unter anderem hatte ich das Glück am COLCA-CANYON, dem zweittiefsten der Welt, mehrere Kondore beobachten zu können. Endlich an der PANAMERICANA angekommen und glücklich wieder Asphalt unter den Rädern zu spüren, fuhr ich auf dieser Strasse weiter, Richtung Norden. Die PANAMERICANA---Wie ein schwarzes Band schlängelt sich der berühmte Highway durch die endlose, heiße Wüste. Aber auch an entlang schöner Steilküsten und bizarrer Felslandschaften. Bei NASCA sah ich mir dann die Hinterlassenschaften einer längst erloschenen Kultur während eines Rundfluges aus der Luft an. Die überdimensionalen NASCA-LINIEN und bildlichen Darstellungen, die vor Tausenden Jahren in den steinigen Wüstenboden modelliert wurden. Dann fuhr ich weiter, entlang der ,,Küste der Pyramiden", zur HALBINSEL PARACAS. Vor deren Küste liegt die kleine Inselgruppe der ISLAS BALLESTAS. Millionen von Seevögeln, Seelöwenkolonien und Pinguine kann man dort während eines Bootsausfluges besichtigen. Die Inkaruinen bei TAMBO COLORADO, die Ruinen der CHINCHA-KULTUR bei TAMBO MORA und die Inkaruinen bei PACHACAMAC waren die nächsten Ziele bevor ich in die 10 Millionen Einwohner zählende Metropole LIMA fuhr. Eine Stadt die mir nach den letzten Erlebnissen in der Natur überhaupt nicht gefallen hat. Hektischer Verkehr auf den Strassen und viele Leute waren in der Stadt unterwegs. Am besten gefiel mir dort ein Besuch im sehenswerten MUSEO DE ORO, dem Goldmuseum von LIMA. Bevor ich HUARAZ erreichte, besichtigte ich noch die Jahrtausende alte Festung der CHIMOR-KULTUR, PARAMONGA, und die Ruinen am CERRO-SECHIN. Nach einer Fahrt durch die CORDILLERA BLANCA und den CANON DEL PATO fuhr ich weiter entlang der PANAMERICANA, nach TRUJILLO. Aus familären Gründen mußte ich dort meine Tour abbrechen und zurück nach Deutschland fliegen.

Die ausführlichen Tagebucheinträge:

Dezember 2003/Januar 2004
Februar 2004
März 2004
April 2004


Zu detaillierteren Berichten über Land und Leute gibt's Links. Viel Spaß !

Der nebenstehende Link "Meilensteine" beinhaltet organisatorische und logistische Fakten, die Euch helfen sollen, auf Eurer nächsten Biketour durch Südamerika besser klarzukommen. Immer gut zu wissen, wo man in der Atacama den nächsten offenen Stehimbiß finden kann...

Zurück zum aktuellen Tagebuch